Eheberatung

Eheberatung Hamburg, Dr. Elmar Basse - Kontakt

Sexualberatung
 

Sexuelles Begehren und Empfinden äußern sich sehr unterschiedlich, und diese Unterschiedlichkeit kann für Paare bereichernd sein. Oft genug zieht sie jedoch Konflikte nach sich. Während in der Verliebtheitsphase noch Neugier aufeinander besteht und die Partner eher bereit sind, sich aufeinander einzulassen, können schon bald Frustrationen entstehen:
Denn die Bedürfnisse des einen finden beim anderen nicht nur Zustimmung. Es kann zur Zurückweisung kommen, zu Ablehnung und Widerstand. In der Folge geschieht es oft, daß das sexuelle Leben verarmt. Man einigt sich häufig (unausgesprochen) auf den größten gemeinsamen Nenner – das, was für beide annehmbar ist. Doch ebendieser gemeinsame Nenner ist bei vielen Paaren sehr klein.
Da Zurückweisung schmerzhaft ist, vermeiden es Partner mehr und mehr, ihre Wünsche zu kommunizieren, wenn sie ohnehin mit Ablehnung rechnen. Oder sie werden eingefordert, wodurch ein sehr harter Ton in die Partnerschaft einziehen kann.
Sexuelle Disharmonien haben einen starken Einfluß auf das ganze Beziehungsleben. Sie führen oft zu Reizbarkeit, die sich mehr und mehr ausbreitet. Bald mangelt es dann auch an der Bereitschaft, aufeinander einzugehen, dem anderen liebevoll zu begegnen, weil die unterschwellige Anspannung das Klima immer mehr belastet.

Vielen Menschen fällt es nicht leicht, über Sexualität zu sprechen, zumindest über die eigene. So herrscht schon zwischen den beiden Partnern nur zu oft das Schweigen vor. Denn jedes offene Ansprechen kann beim anderen den Eindruck erwecken, es solle Druck auf ihn ausgeübt werden. Die Probleme anzusprechen klingt dann für viele Menschen so, als wolle man etwas einfordern. Und das ist um so heikler, als das sexuelle Erleben sehr verbreitet mit Scham besetzt ist. Es gibt Verlegenheitsgefühle, aber auch viele Kränkbarkeiten: Wenn man z.B. andeutet, daß der Sex nicht erfüllend sei, fühlt sich der Partner schnell angegriffen.

Wie kann unter diesen Bedingungen eine Beratung ablaufen? Sehr verbreitet ist immer noch der gesprächstherapeutische Ansatz: Man soll über Probleme reden. Nur erleben viele Menschen, daß ihnen das Reden erstens schwerfällt und es außerdem so ist, daß Reden – Fühlen – Erleben – Handeln durchaus unterschiedliche “Dinge” sind. Die beste durch Reden erzeugte Einsicht führt keineswegs zwangsläufig dazu, daß man auch anders erlebt und fühlt – ganz zu schweigen von anderem Handeln. Einsicht findet auf der Hirnrinde statt, in einer ganz anderen Region als derjenigen, die zuständig für Gefühle ist.
In der lösungsorientierten Arbeit, wie wir sie hier vornehmen, geht es nicht primär ums Reden. Jedenfalls nicht in diesem Sinne, daß wir unbedingt “Gründe” suchen, und zwar auf dem Weg des “Darüber-Sprechens”. Vielmehr ist es unser Hauptziel, neue Möglichkeiten zu eröffnen, um anders miteinander leben zu können.
Unsere Gesprächskultur verbaut uns leider noch zu sehr den Blick für all diejenigen Veränderungen, die nonverbal erreichbar sind. Dabei heißt nonverbal jedoch nicht, daß überhaupt nicht gesprochen wird: Vielmehr ist häufig das Vorgehen so, daß ich Wahrnehmungen anspreche, die ein Klient zur Zeit bei sich hat, und über eine Folge von Schritten ihn dann daran heranführen kann, diese Wahrnehmungen zu verändern (ebenso Handeln und Gefühle). Und wessen es dafür oft nur bedarf, ist auf seiten des Klienten eine kurze Feedbackreaktion, was das jeweilige Angebot bei ihm gerade ausgelöst hat (z.B. ob er sich freier, entspannter, stabiler, flexibler, besser fühlt).

Bei Interesse besuchen Sie bitte auch meine anderen Internetseiten:
Psychologische Beratung & Therapie: www.pp-praxis.de
Hypnose & Hypnosetherapie: www.dr-basse.de
 

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